Der Heilige Weg

Auf dieser Webseite möchten wir dir die Enneagramm-Typen so skizzieren, dass du ein Gespür dafür, eine Ahnung davon bekommst, was an der Wurzel jeder Fixierung wirkt. Wenn du das verstanden hast oder erlebst, brauchst du dich nicht anzustrengen, ein „guter Mensch“ zu sein, weil die Fixierung ihr Benzin verliert. Dann kann die eigentliche Qualität deines guten Herzens mehr und mehr durchscheinen.

Der „heilige Weg“ gibt uns einen Hinweis[1], mit welcher Qualität, mit welcher tatsächlichen Tugend das Anhalten für uns leichter wird. Diese Tugend zu leben und anzuhalten, bedeutet in keiner Weise sich starr zu machen oder tot zu stellen. Anhalten, still zu bleiben bedeutet im Kontakt mit dir selbst zu sein, anstatt dem nächstbesten gedanklichen, emotionalen oder tatsächlichen Handlungsimpuls zu folgen. Dann kannst du wahrnehmen, welches wirkliche Gefühl in dem Moment in dir auftaucht.

So kann der heilige Weg helfen, den verschiedenen Fallen und Widrigkeiten, wie sie in den einzelnen Fixierungen beschrieben werden, ins Gesicht zu schauen.

Woher soll aber die Fähigkeit dazu kommen? Sie stellt sich ein, wenn du weißt wofür du über deinen Schatten springen willst. Der Entschluss dazu kommt spätestens dann, wenn es keinen anderen Ausweg gibt, wenn jede Alternative Selbstverrat wäre, wenn dir die Wahrheit wichtiger ist, als alles andere.

Damit landen wir bei der grundlegendsten Frage, auf die du auf deinem Weg eine Antwort finden muss: Was ist es, das du wirklich willst.[2]


[1]        Modifizierter Auszug aus Angelika Winklhofer und Christian Meyer, Neun Farben der Stille, Verlag zeit-und-raum, Berlin, 2016
[2]        Christian Meyer, Sieben Schritte zum Aufwachen, Verlag zeit-und-raum, Berlin, 2006

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